Zink

Zink ( Zn ) ist  ein zweiwertiges Kation  
mit der Atommasse 65,38 und der Ordnungszahl 30.  
Dichte 7,13 g/ccm, Schmelzp. 420 C., Siedetemp. 906 C.  
Bläulich-weißes Metall  
Vorkommen: Zinkblende, Zinkspat, Hemimorphit.

 

Das Spurenelement Zink ist mir besonders ans Herz gewachsen, weil ich einmal mit der Verordnung der zinkhaltigen Neukönigsförder Mineraltabletten® für eine Hautgeschichte einem zeugungsunfähigen Manne zu einem Kinde verholfen habe, dessen Pate ich dann werden durfte.  Die Prostata ist das Organ mit dem höchsten Zinkgehalt, gefolgt von der Bauchspeicheldrüse und den Augen. Ohne Zink im Prostatasekret sind die Spermien unbeweglich. Darum hilft Zink bei der Impotentia generandi, der Unfruchtbarkeit infolge mangelnder Spermienmotilität. Ob es auch bei der leidigen anderen Form der Impotenz hilft, kann ich bis jetzt noch nicht beurteilen. Aber wenn man bedenkt, daß Austern das Nahrungsmittel mit dem höchsten Zinkgehalt sind, dann hängt die Tatsache, daß in gewissen Erwartungssituationen so gerne Austern verzehrt werden, ja vielleicht mit Erfahrunsgheilkunde zusammen. 

Streß, besser Dysstreß, führt zu Zinkverlusten mit dem Urin. Diuretika übrigens auch. Vielleicht ist das mit ein Grund für die Immunschwäche im Kummer, denn Zink ist eines der wichtigsten Metalle in der Immunkompetenz. 

Im Thymus reifen die so wichtigen T-Lymphozyten unter der Einwirkung von Thymulin heran. Dazu ist Zink als Co-Faktor erforderlich und kann auch durch kein anderes Element dabei ersetzt werden. Das ist übrigens das entscheidende Kriterium, um ein Element als "essentiell" zu bezeichnen. Bei einem Zinkmangel sinkt die Thymusaktivität. Die Zahl der Lymphozyten und der T4-Helferzellen geht stark zurück, die Phagozytose wird vermindert. Die Antikörperproduktion sinkt und die Interleukin-2-Sekretion geht zurück. Interleukin-2 wiederum ist der notwendige Stimulator für die T-Lymphozyten und Killerzellen. Kurz: das gesamte Immunsystem wird bedenklich in seiner Kompetenz reduziert. 

Das Nachlassen der Immunreaktion im Alter ist nicht so sehr auf ein vermindertes Potential zurückzuführen, sondern auf eine verringerte Reaktionsgeschwindigkeit. Die aber läßt sich durch Zink steigern. Eine deutliche Zunahme der Immunkompetenz durch Zinkgaben konnte bei alten Menschen beobachtet werden. Es gibt auch Hinweise darauf, daß ein intrazellulärer Zinkmangel ganz wesentlich am Alterungsprozeß überhaupt beteiligt ist, ist doch die DNA-Neubildung, -reparatur und -übertragung zinkabhängig. 

Die typischen allergischen und pseudoallergischen Erscheinungen auf der Haut oder den Schleimhäuten, zum Beispiel der Juckreiz, die Schwellung, die Schleimabsonderung, werden durch Histamin ausgelöst, einem Gewebshormon, das aus instabilen Mastzellen freigesetzt wird. Diese Histaminfreisetzung wird durch Zink gebremst. Die Mastzellen werden stabiler. Darum gilt Zink - in welcher Form auch immer - als wirksames Soforttherapeutikum bei allen allergischen Erkrankungen. Der Asthma-Patient, der Neurodermitis-Patient - sie alle reagieren dankbar auf Zink, insbesondere wenn es kombiniert mit membrandichtendem Calcium, spasmolytischem Magnesium und ruhepotentialstabilisierendem Kalium verabreicht wird, wie in den Neukönigsförder Mineraltabletten®

Und dann ist da die Sache mit dem Metallothionein, dem wohl wichtigsten Transportsystem für metallische Ionen. "Metall-Taxe" nenne ich dieses Transport-Eiweiß mit seinem hohen Zinkgehalt gerne, wenn ich meinen Patienten die Funktion deutlich zu machen versuche. So wie eine Taxe einen Fahrersitz und mehrere Plätze für die Fahrgäste hat, so weist dieses Metallothionein-Molekül sieben Metallbindungszentren auf. Eines davon muß mit Zink besetzt sein. Ohne Fahrer nutzt auch die Taxe nichts. Die anderen sechs freien Plätze aber können mit toxischen Schwermetallen, wie z.B. Cadmium oder Quecksilber, besetzt werden. Selbst vollbesetzt ist dieses Eiweißmolekül noch so klein, daß es nierengängig ist. So fährt denn die Taxe zum Stadttor hinaus. Metallothionein ist die einzige Möglichkeit, uns von toxischen Metallbelastungen wieder zu befreien ! 

Zink ist als Bestandteil der Carboanhydrase zudem das wichtigste Steuerinstrument unseres Säure-Basen-Haushaltes. Die Ausscheidung überschüssiger Säure über die Niere wird durch die Carboanhydrase erst möglich. Kann dieses Enzym nicht wirken, weil ihm das nötige Zink fehlt, oder weil es durch eine bestimmte Gruppe diuretischer Medikamente gehemmt wird, dann wird auch keine Säure ausgeschieden. Aber das wäre ein eigenes abendfüllendes Thema. Eines muß hier doch gesagt werden: keines der über 10 000 Enzyme in unserem Stoffwechsel kann optimal arbeiten, wenn es dort zu sauer wird. Und ohne Zink wird es sauer ! 

Es gibt gute Gründe, anzunehmen, daß die intrazelluläre Hyperazidität, die durch das Einshiften dissoziierter H+-Ionen anstelle fehlender Kaliumionen in das Zellinnere entsteht, möglicherweise an der Krebsentstehung mitbeteiligt ist. Warburg und Seeger, die frühen Warner vor der Zellgärung, und was ist das anderes als eine Übersäuerung, lagen so verkehrt sicher nicht. 

Lassen Sie mich für Ihren abendlichen Heimweg nach feucht-fröhlicher Runde noch zwei Zink-Eigenschaften erwähnen, die unmittelbar mit Ihrer Immunität zu tun haben könnten: 

Zink ist für die Hell-Dunkel-Adaption im Auge notwendig - nicht nur Vitamin A. Zink verwandelt Retinol in das wirksame Retinal. Nachtblindheit kann also auch auf einen Zinkmangel hindeuten. 

Und: Die Alkoholdehydrogenase, die in einer First-pass-Oxidation Alkohol schon in der Magenmukosa abbaut, ist ein Zinkenzym. Ein Zinkmangel hemmt die Alkoholdehydrogenase und läßt dadurch den Alkoholspiegel steigen. Mein Rat an Sie: verbrauchen Sie nicht Ihren ganzen Zinkvorrat für die Alkoholdehydrogenase. Wenn Sie dann nachtblind unsicher fahren, dann könnte es sein, daß Sie auf die Immunität eines Abgeordneten angewiesen sind. 

In der Biochemie ist Zink das Ergänzungsmittel Nr. 21. Es ist ebenfalls in den Neukönigsförder Mineraltabletten® enthalten.


Mögliche Zink-Mangelzeichen: 

Störung des Verdauungsenzyms für Kohlenhydrate,  
verminderte Insulinproduktion,  
verzögerte Wundheilung, herabgesetzte Immunabwehr,  
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre,  
gestörte Vitamin-A-Verwertung,  
Haarausfall, Nagelwachstumsstörungen, Karies,  
Fruchtbarkeits- und Potenzstörungen,  
Übersäuerung des Blutes.  
 

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