Kupfer = Cuprum

von Hans-Heinrich Jörgensen

 
Kupfer ( Cu = Cuprum ) ist ein ein- und zweiwertiges Kation  
mit der Atommasse 63,55 und der Ordnungszahl 29.  
Dichte 8,96 g/ccm, Schmelzp. 1083 C., Siedetemp. 2595 C.  
Rotglänzendes zähes Metall.  
Vorkommen: Chalkopyrit, Bornit, Chalkosin, Kuprit, Malachit, Azurit. 

 
Eisen und Kupfer sind in ihrer Wirkung untrennbar miteinander verknüpft. Folgerichtig hat auch die klassische kupferhaltige Eiweißsubstanz, die wir früher als Coeruloplasmin kennengelernt haben, inzwischen den offiziellen Namen Ferrioxireduktase bekommen, womit ihre Aufgabe treffend gekennzeichnet ist. Alle Fermente der Atmungskette, die Katalasen und Cytochromoxidasen, besitzen einen Kupferkern. Es gibt keine Verbrennung, keine Energieleistung ohne diese Kupferenzyme. 

Zum besseren Verständnis teilt man die Enzyme in Gruppen ein. Zur ersten und wohl wichtigsten Gruppe gehören die Oxidasen, die für den Aminosäurenstoffwechsel und die Synthese der Immunglobuline notwendig sind. Die Oxidasen enthalten zu einem großen Teil Kupfer als metallischen Kern. 

Die ebenfalls kupferabhängige Lysyl-Oxidase ist für die Struktur des kollagenen Bindegewebes, also Knorpel, Gelenkkapseln, Sehnen und Muskelhüllen, Aderwände und Stützgewebe, verantwortlich. Eine kupfermangelbedingte Verminderung der Lysyl-Oxidase-Aktivität führt zur Strukturveränderung des kollagenen Bindesgewebes und einer bestimmten Form der rheumatoiden Arthritis. 

Monoamine, Transmitter oder Katecholamine nennen wir jene Überträgersubstanzen, die für die synaptische Übertragung neuraler Impulse zuständig sind. Ohne Monoamine kein Denken, kein Fühlen, keine Bewegung, kein Leben. Monoamino-Oxidasen - wiederum kupferabhängig - sind jene Enzyme, die aus der im Käse enthaltenen Aminosäure Tyrosin zunächst Dopamin und schließlich Noradrenalin und Adrenalin auf- und auch wieder abbauen. Das sind die wohl wichtigsten Überträgersubstanzen, die für Aktivität und Kreativität, aber auch für Streß stehen. Ihr hinreichender Aufbau und ihr rechtzeitger Abbau hält uns in der richtigen Waage zwischen Antriebslosigkeit einerseits und Übererregbarkeit andererseits. Psychische Immunität heißt diese Waage ! 

Kupfer ist eines der am längsten bekannten Metalle. Vor ca. 5000 Jahren wurde es auf Cypern schon verwendet, daher auch der Name. Die Sumerer haben die Bronze, eine Kupfer-Zinn-Legierung erfunden und die Bronze-Zeit eingeläutet. Der Grünspan auf dem Kirchturmdach ist Kupfercarbonat. 

In der Biochemie findet man Kupfer als Ergänzungsmittel Nr. 19 oder in den  Neukönigsförder Mineraltabletten mit Spurenelementen®.


  
  
  
 


 
Mögliche Kupfer-Mangelzeichen: 

Blutarmut, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit,  
Aktivitätshemmung der Atmungsfermente,  
Osteoporose, Arthrose,  
Pigmentstörungen, Verlust der Geschmacksempfindung,  
Hemmung der immunbiologischen Abwehr.