Silicea


Silicea, korrekt Silicium, ist ein vierwertiges Kation und auch Anion  
mit der Ordnungszahl 14 und der Atommasse 28,08.  
Dichte 2,33 g/ccm, Schmelztemp. 1410 °C, Siedetemp. 2680 °C.  
Vorkommen in Sand, Quarz, Glimmer und den meisten Gesteinen


 


Silicea, Kieselsäure, chemisch Siliciumdioxid, ist jenes Element, das unsere Steinzeitvorfahren, von denen ich im Aufsatz 

            "Das fröhliche Molekül "

berichte, zum Auskurieren ihres Bandscheibenschadens benutzt haben. Und eben dazu taugt es auch heute noch hervorragend. Die biochemische Nr. 11 ist das Mittel der Wahl bei allen degenerativen Erkrankungen des kollagenen Bindegewebes, des Knorpels. Übrigens zeichnen sich alle Pflanzen, die wir in der Phytotherapie zu diesem Zwecke anwenden, durch einen außerordentlich hohen Silicea-Gehalt aus. 

In den Neukönigsförder Mineraltabletten® ist übrigens Silicea enthalten, obwohl es bei den Inhaltsstoffen nicht deklariert ist. Ursprünglich ist es als technischer Hilfsstoff in die Rezeptur eingegangen. 

Silicea, von dem lateinischen Silex=Kiesel, ist nach dem Sauerstoff das am weitesten auf der Erde verbreitete Element. Sand, Quarz, Glimmer und der hübsche Lanzarote-Halbedelstein Olivin, all das sind Silicium-Verbindungen. Als Silikate nutzen wir es im Glas, Ton, Steingut, Porzellan und Zement. Die organische Silicium-Sauerstoff-Verbindung Silicon dient als nicht fettende Gleitmasse in Lippenstiften und Salben. In der Chirurgie werden Gewebsdefekte mit Silicon-Polstern ausgefüllt. Berühmt und berüchtigt sind diese Polster durch den Busen der Jane Russell geworden, der "wie eine Gewitterwolke über der Landschaft schwebte". 

Dr. Schüßler hat Silicea als das Funktionsmittel des Bindesgewebes bezeichnet, ihm die Festigung des Knochens zugeschrieben und einen Mangel als Ursache vorzeitigen Alterns bezeichnet, was dazu geführt hat, daß die biochemische Salbe Nr. 11 enorme Umsätze in den Vereinen macht. Die moderne Medizin hat sich lange der Erkenntnis verschlossen, daß Silicea ein essentielles Spurenelement ist und die Schüßlerschen Indikationen verlacht. Heute lacht niemand mehr. 

Eine moderne Studie (E.M.Carlisle) der Universität San Diego in Kalifornien befaßt sich intensiv mit Silicea und beginnt mit den Worten: 

"Im vergangenen Jahrzehnt hat man entdeckt, daß Silicium am normalen Stoffwechsel von höheren Wesen beteiligt und ein wichtiges Spurenelement ist."
"Schlechte Literatur-Recherche !" kann ich da nur sagen. Das hat man nicht erst im letzten Jahrzehnt, sondern schon vor 120 Jahren in Oldenburg entdeckt. 

Die Studie untersucht dann sehr genau, was denn Silicium alles im Körper tut, und kommt dabei zu einer posthumen Bestätigung der Schüßlerschen Beobachtungen.  
Die Matrix, also das Strickmuster, nach der der Körper kollagenes Bindegewebe erzeugt, ist Silicium-abhängig. Die Chondrozyten, das sind die Zellen in der Gelenkkapsel, die ein Leben lang stets den abgebauten Knorpel im Gelenk erneuern, zeigten eine um 243% höhere Aktivität, wenn sie siliciumreich waren. 

Wachstum und Festigkeit des Knochens, bei Jugendlichen am Epiphysenschluß zu erkennen, werden durch Silicium gefördert. "Ein Mangel an Silicium ist unvereinbar mit Wachstum und einer normalen Entwicklung des Knochengerüstes." schreibt die Studie. 

Und was das Altern angeht: in den Aorten von an Arteriosklerose Verstorbenen hat man bei der Autopsie stets extrem wenig Silicium gefunden. Sicher war das mehr das von Schüßler gemeinte Alterungsproblem, als die freundlichen Lachfältchen, die man mit der Salbe Nr. 11 wegcremen möchte.  
 


Mögliche Silicea-Mangelzeichem: 

allgemeine Bindegewebsschwäche,  
verzögerter Ephiphysenschluß (Wachstumsabschluß),  
Arthrosen, Bandscheibenschäden,  
Arteriosklerose.